Tief im Westen ist es manchmal ganz anders – Das Robert Gläser Powertrio rockt das Spandauer Havelfest 2026
Obwohl man ihm vorher bedeutet hatte, dass das Spandauer Publikum schwierig sei, kam Robert Gläser auf dem Spandauer Havelfest 2026 trotzdem ohne Blessuren bei seinem Gig auf der Bühne am Bootsanleger davon.
Ganz im Gegenteil! Auch wenn die „Mitsingleistung“ der Zuschauer, wie etwa bei „Königin“ oder dem „Gänselieschen“, etwas zu wünschen übrig ließ – was vielleicht auch an einer gerade hinter sich gebrachten Arbeitswoche gelegen haben mag –, so hatte die Band überhaupt keine Mühe, erhebliche Begeisterung unter den zahlreichen Musikfreunden, zu denen sich auch Eve und der ALTAMANN GESELLT HATTEN, zu erzeugen. Das lag sicherlich auch an dem wunderbaren „Wackelkontakt-Song“ zu Beginn der Show.
Fast zwei Stunden spielte das Robert Gläser Powertrio und war am Ende sichtlich zufrieden mit seinem ersten Auftritt in Spandau. Gläser kommentierte das augenzwinkernd mit den Worten: „… so weit tief im ehemaligen West-Berlin“. Die Gäste jedenfalls waren begeistert und gaben den drei Jungs einen ordentlichen Applaus mit auf den Heimweg.
Ausverkauft oder Auslaufmodell – Für Festivals sind die fetten Jahre vorbei
Von Samira Straub, SWR Kultur – Übernahme von tagesschau.de
Volle Felder am Nürburgring, leere Kassen anderswo: Der Festivalsommer 2026 zeigt, wie sich die Branche zwischen Boom und Strukturkrise neu erfinden muss.
Im vergangenen Jahr verabschiedete sich mit dem Rocco del Schlacko eines der bekanntesten Festivals in Südwestdeutschland nach 26 Jahren. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Metal-Mekka Wacken Open Air oder den beiden Schwesterfestivals Hurricane und Southside ist ein Ausverkauf bislang nicht in Sicht.
Die wirtschaftliche Lage beschreibt der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) als „angespannt“. Die Produktionskosten seien seit der Pandemie „um rund 50 Prozent gestiegen“. Ticketpreise hätten dagegen „nur um etwa 30 Prozent“ erhöht werden können. Besonders drastisch sei die Entwicklung bei Künstlergagen, die sich „in Teilen sogar verdreifacht“ hätten. Die Kosten steigen schneller als die Zahlungsbereitschaft des Publikums.
Das Norman Beaker Trio zweimal in Top-Form im Kulturrestaurant Dicke Paula, Berlin
Und dabei zeigte das Norman Beaker Trio am 1. und 2. Mai 2026 bei strahlendem Sommerwetter, wie lebendig, humorvoll und musikalisch tief ein Blues‑Konzert in kleinem Rahmen sein kann, wenn drei absolute Könner auf engstem Raum spielen. Norman Beaker und seine Mitstreiter haben Berlin‑Tegel an diesen zwei Abenden nicht einfach nur bespielt – sie haben den Raum in einen regelrechten Juke Joint verwandelt.
Beaker spielt mit Herz, nicht mit Ego – eine Mischung aus britischem Blues‑Feeling, amerikanischer Tradition und seiner ganz eigenen, leicht verschmitzten Art, Melodien zu formen. Kein Wunder das er neben Ronnie Wood, Jeff Beck, Eric Clapton, Mick Taylor, Jimmy Page, Peter Green, Robin Trower und anderen zu den einflussreichsten britischen Blues‑Gitarristen der vergangenen fünf Jahrzehnte zählt.
Robert Johnson – Er schuf das gesamte Fundament des modernen Blues, des Rock und der Folk-Musik an zwei Nachmittagen.
Robert Johnson nahm in zwei Sessions neunundzwanzig Songs auf, hinterließ drei Fotos und kein einziges Interview und starb im Alter von siebenundzwanzig Jahren. Das gesamte Fundament des modernen Blues, Rock und der Folk-Musik ruht auf zwei Nachmittagen eines Mannes, den niemand für nötig hielt, mehr als dreimal zu fotografieren.
Er wuchs im Delta auf. Als Teenager spielte er schlecht Gitarre, so schlecht, dass andere Musiker ihn baten, nicht mehr in den Juke Joints mitzuspielen. Er verschwand für einige Monate. Als er zurückkehrte, spielte er mit einer technischen Gewandtheit, die niemand, der ihn zuvor gehört hatte, erklären konnte
Die Legende, die diese Lücke füllte, war die Kreuzung. Der Erzählung zufolge hatte Johnson um Mitternacht an einer Kreuzung seine Seele an den Teufel verkauft, im Austausch für die Meisterschaft auf der Gitarre. Johnson schürte diese Legende. Er nahm „Cross Road Blues“ und „Me and the Devil Blues“ auf. Er bestätigte oder dementierte die Geschichte nie. Das Geheimnis war nützlicher als die Wahrheit.
Billy Goodman feat. Stephan Dolgener live im SWART
Am 04.04.2026 gastierte Billy Goodman, mit seinem musikalischen Partner dem Berliner Stephan Dolgener im SWART in Moabit, um die Gäste mit seinem Folk-Blues zu unterhalten.
Eve und der ALTAMANN haben diese Kombination schon des öfteren gesehen und wir waren auch dieses Mal absolut begeistert von dem Vortrag des Duos. Ein Mix aus eigenem Material von Goodmans diversen Alben und aus der Zusammenarbeit mit seinem Bruder, sowie einige Klassiker des Blues standen auf der Setliste des Meisters.
Das Zusammenspiel von Billy Goodman und Stephan Dolgener ist ein Paradebeispiel für eine musikalische Symbiose, die tief im Blues und Folk verwurzelt ist. Wenn diese beiden Musiker aufeinandertreffen, entsteht ein Sound, der weit über eine bloße Begleitung hinausgeht – es ist ein echter Dialog zwischen zwei erfahrenen Instrumentalisten.
Mit der Guitar Lounge Berlin von Benjamin Kriesel, haben die Gitarrenfreaks der Region ein neues Kleinod geschenkt bekommen, um im Fall der Fälle kompetent und voll umfänglich betreut zu werden.
Direkt mit Blick auf die turbulente Heerstraße in Spandau hat Bennie, wie er von allen genannt wird, Berlin einen neuen Anlaufpunkt für Gitarristinnen und Gitarristen geschaffen. Hier kann man neben exzellenten neuen, auch hervorragende Vintage-Instrumente erwerben und nicht nur das, er stellt seine Räumlichkeiten auch Künstlern zur Verfügung, wenn sie dort ihr Können an den meist 6 Saiten vor Zuhörern beweisen wollen.
Am letzten Samstag waren Eve und der ALTAMANN vor Ort um Bennie auch zur Geschäftseröffnung zu gratulieren. Dabei konnten wir auch seine Lebensgefährtin Leonie begrüßen, die ihm beim einschänken unserer Kaffeespezialitäten im Rahmen partnerschaftlicher Unterstützung behilflich war, während der ALTAMANN dem Guitar Lounge Betreiber das ein oder andere Loch in den Bauch gefragt hat.
Marius Müller-Westernhagen zum 77. – Happy Birthday!
Seine Mutter hätte es lieber gehabt, dass er den Hamlet gibt, aber er wollte auf die Straße, um Sänger zu sein in einer Rock´n´Roll Band. Seine Musik hat Generationen begleitet, inspiriert und geprägt – von rebellischen Hymnen bis zu poetischen Balladen. Er ist ein Stück deutscher Kulturgeschichte, und sein musikalisches, sowie filmisches Werk bleibt lebendig, weil es Menschen berührt und verbindet.
Er bekam die Goldene Kamera, hat den Ernst-Lubitsch-Preis und den Jupiter als Bester Darsteller für Theo gegen den Rest der Welt erhalten, wurde mehrfach für sein Lebenswerk ausgezeichnet und hat während seiner langen Musikkarriere neben zahlreichen Gold- und Platinschallplatten sieben Diamantplatten erhalten. Damit ist er in Deutschland immer noch „Chef im Ring“, vor so illustren Musikern wie Herbert Grönemeyer und Phil Collins.
Rock On & bleib wild! – Es grüßen Eve und der ALTAMANN
Der Blaue Montag in den Wühlmäusen Berlin mit den BOHEMIENS
Five musicians, five can oil instruments – one sound. Athmospheric desert rock – right out of the urban jungle!
„Du bist verrückt mein Kind, fahr nach Berlin, da, wo die Verrückten sind, da gehörst Du hin.“ Das war schon vor fast einem Jahrhundert der Schlager, der den Puls dieser Stadt nach außen trug.
Ist Berlin heute wieder so verrückt? Oder ist es nur die Regierung, die hier hingezogen ist? Und wenn sie hier verrückt sind: nach was sind sie verrückt? Und wo findet das statt?
Walter Trout am 14.11.2025 live im im Kesselhaus Berlin
Am 14. November 2025 war es wieder so weit: Walter Trout, einer der unermüdlichen Meister des Bluesrock machte, im Rahmen seiner „Sign of the Times“ Europatournee 2025, Station in Berlin. Und das prall gefüllte Kesselhaus in der Kulturbrauerei, bot die perfekte Kulisse für einen Abend voller musikalischer Intensität, emotionalem Tiefgang und ausgefeilter Gitarrenarbeit.
Punkt 20:00 Uhr betrat Walter Trout die Bühne, begleitet von seiner exzellenten Band. Ohne große Worte eröffnete er das Konzert mit einem brachialen „I Can Tell“, einem druckvollen Stück, das den Energiepegel in der Halle sofort Richtung Anschlag trieb. Schon mit den ersten Gitarrenriffs schnitt er durch die Luft, wie ein heißes Messer durch Butter – klar, unnachgiebig und voller Seele. Zu Recht erntete er dafür auch sofort den ersten frenetischen Applaus des Abends.
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